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Rezensionen
aus Printmedien
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"Die gute Hoffnung, wenn eine Frau ein Kind erwartet, endet manchmal plötzlich und völlig unerwartet. Ein früher Tod stürzt die ganze Familie in Not und Verzweiflung. Was aber hilft in diesen leidvollen Sunden? In diesem Ratgeber gibt ein Klinikseelsorger Trost und Perspektiven, wie Betroffene über die schweren, schicksalhaften Stunden hingekommen und neue, tragfähige Lebensperspektiven finden können, wie sie nicht an ihrer Trauer zerbrechen, sondern irgendwann zu neuer Hoffnung und Lebensmut finden.
| Dank |
7
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| Einführung |
9
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| 1 Ein Traum zerplatzt |
11
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| Hebamme Claudia berichtet |
11
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| Verschiedene Wege zur Schwangerschaft |
16
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| Gelebter Traum |
16
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| Wie eine Seifenblase zerplatzt |
17
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| Wenn man Hauptdarstellerin wird |
18
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| Ursachen für den frühen Tod des Kindes |
20
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| 2 In der Klinik |
23
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| Verschiedene Formen der Verluste |
23
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| Geburt des toten Kindes (ab 12.SSW) |
26
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| Kaiserschnitt |
30
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| Kurz nach der Geburt verstorben |
31
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| Abtreibung |
32
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| 3 Begrüßen,kennen lernen und verabschieden |
36
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| Sehen und berühren |
36
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| Dem Kind einen Namen geben |
38
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| Erinnerungen schaffen |
39
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| Riten und Rituale |
41
|
| Anteil nehmen lassen |
45
|
| 4Wieder Zuhause |
47
|
| Nichts ist,wie es früher mal war |
47
|
| Von einem Tag zum nächsten |
49
|
| Vorbeugen durch Information |
50
|
| Trauer in der Partnerschaft |
52
|
| Wie sage ich es den anderen? |
59
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| Wohin wende ich mich? |
64
|
| Tot und was dann? |
67
|
| Nachsorge durch eine Hebamme |
68
|
| Mögliche Rituale zu Hause |
70
|
| Umgang mit der Trauer |
74
|
| Umgang mit Schuld und Schuldgefühlen |
81
|
| Umgang mit gut gemeinten Sprüchen |
87
|
| 5 Ihre Rechte |
91
|
| Mutterschutz bei Fehlgeburt und Abtreibung |
91
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| Mutterschutz bei Tot-und Mehrlingsgeburten |
91
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| Das Bestattungsrecht der Länder |
92
|
| 6 Die Bestattung |
98
|
| Erlebnisbericht einer verwaisten Mutter |
100
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| Bedeutung der Bestattung für andere verwaiste Eltern |
102
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| Probleme bei der Bestattung fehlgeborener Kinder |
103
|
| Ihre Möglichkeiten der Vorbereitung |
106
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| Rituale für die Trauerfeier |
108
|
| Gestaltungsmöglichkeiten der Bestattung |
110
|
| 7 Ihr Leben gestalten |
112
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| Selbsthilfegruppen (SHG) |
112
|
| Leben in dieser Gesellschaft |
115
|
| Wenn dir das Leben eine Zitrone reicht |
120
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| Trotzdem ein Leben in Freude |
122
|
| Kurzer Fahrplan durch die Zeit |
123
|
| 8 Anhang |
126
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| Weiterführende Internetseiten |
126
|
| Weitere Adressen |
127
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| In eigener Sache |
128
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Das Buch für Eltern, deren Kind früh starb. Die gute Hoffnung,
wenn eine Frau ein Kind erwartet, endet manchmal plötzlich und völlig
unerwartet. Ein früher Tod stürzt die ganze Familie in Not und Verzweiflung.
Was aber hilft in diesen leidvollen Stunden? In diesem Ratgeber gibt ein Klinikseelsorger
Trost und Perspektiven, wie Betroffene über die schweren, schicksalhaften
Stunden hinwegkommen und neue, tragfähige Lebensperspektiven finden können,
wie sie nicht an ihrer Trauer zerbrechen, sondern irgendwann zu neuer Hoffnung
und Lebensmut finden.
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Der Tod am Beginn des Lebens stürzt Eltern und Angehörige in tiefste
Verzweiflung.
Ein einzigartiges Rat- und Trostbuch für Eltern nach Todgeburt und Fehlgeburt.
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brigitte jacquemard, duisburg/NRW
Dieses Buch von Klaus Schäfer ist eine ausgezeichnete Hilfe in einer Situation,
in der man nicht hilfloser sein kann.... sehr zu empfehlen
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Ein hervorragendes Buch zur Trauerbewältigung, beim Verlust eines Kindes
in der Schwangerschaft, oder kurz nach der Geburt. Durch die Mitarbeit betroffener
Eltern ist es authentisch, man fühlt sich verstanden und aufgehoben. Als
betroffene Mutter kann ich es vorbehaltlos weiterempfehlen und dem Autor Klaus
Schäfer für dieses Werk danken.
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Ein Stern, der nicht leuchten konnte
Bis zu dem Tag, als mir der Herder-Verlag das Buch von Klaus Schäfer Ein
Stern, der nicht leuchten konnte, schickte, war ich mir sicher, dass man
trauernden Eltern nicht wirklich einen Rat geben kann. Ich habe mich mit großem
Interesse eines Besseren belehren lassen, nachdem ich Ein Stern der nicht
leuchten konnte in den Händen hielt.
Wenn ein Baby während der Schwangerschaft oder nach der Geburt stirbt,
gibt es eben doch so grundlegend wichtige Informationen und Ratschläge,
die keinem Elternpaar vorenthalten bleiben sollten. Im Gegenteil, zu keinem
Zeitpunkt ist der gute Rat von Bruder Klaus so wichtig, wie in der Zeit, wenn
das Kind dem Tode geweiht ist oder sterben musste.
Die Erfahrungen von über 200 Müttern, die ein solches Schicksal durchlebten
sowie die Arbeit des Autors als Klinikseelsorger und Priester sind das Fundament
dieses Buches.
Im 1. Kapitel befasst er sich mit der Situation und zitiert in seinem Buch immer
wieder die betroffenen Mütter. Er erklärt die Ursachen für den
frühen Tod des Kindes, die Formen der Verluste, gibt konkreten Rat, was
zu tun ist, bevor das Kind geboren wird und ermutigt zu den vielen Dingen, die
Eltern für ihr Kind tun können, auch wenn es nicht mehr lebt.
Im 2. Kapitel beschreibt er die verschiedenen Arten der Geburt und zeigt großen
Respekt vor dem Tod eines Kindes, auch wenn die Schwangerschaft noch nicht weit
fortgeschritten war und beendet dieses Kapitel mit Ratschlägen an Frauen,
die ihre Kinder abgetrieben haben.
Das 3. Kapitel trägt die Überschrift: Begrüßen, kennen
lernen und verabschieden, in welchem er schreibt: Nur wen man begrüßt
hat, kann man auch verabschieden. Auch hier kommen Mütter zu Wort,
die damit ihre Erfahrung machen mussten.
Er bereitet im 4. Kapitel die Betroffenen darauf vor, was sie Wieder Zuhause
erwartet, wie man Von einem Tag zum nächsten gelangt, wie sich
die Trauer auf die Partnerschaft auswirkt und gibt Rat, wie man sich dem Arbeitgeber,
der Krankenversicherung, Freunden, Verwandten, Nachbarn, Arbeitskollegen etc.
gegenüber verhält.
Er zeigt Möglichkeiten, wohin sich Hilfe suchende Eltern wenden können,
was für mögliche Rituale zu Hause helfen, wie sie lernen können,
mit der Trauer, den Schuldgefühlen und gut gemeinten Sprüchen umzugehen.
Sehr wichtige Informationen sind im Kapiteln 5 zu finden, in welchem er über
Rechte wie Mutterschutz bei Fehlgeburt, Abtreibung, Tot- und Mehrlingsgeburt
und das Bestattungsrecht der einzelnen Bundesländer aufklärt.
Im 6. Kapitel geht er nochmals auf das Bestattungsrecht ein. Wussten Sie, dass
Sie als Eltern, das Recht haben, ihr fehlgeborenes Kind, auch wenn es vor der
12. SSW starb, bestatten zu dürfen? Er schildert, was für eine Bedeutung
ein Grab für die Eltern zukünftig hat und gibt konkrete Vorschläge
zur Gestaltung der Trauerfeier und der Beisetzung.
Im 7. Kapitel erklärt er, was Selbsthilfegruppen sind, wie man eine finden
oder selbst eine Gruppe ins Leben rufen kann und wie das Leben mit einem gestorbenen
Kind in unserer Gesellschaft weiter geht.
Dem Autor gebührt mein höchster Respekt und meine tiefe Bewunderung
für seinen großartigen Einsatz und sein Engagement in der Begleitung
und Unterstützung trauernder Eltern. Das menschliche Leben beginnt für
ihn im Augenblick der Befruchtung und eine Fehlgeburt oder eine Abtreibung bedeuten
für ihn den Tod eines neuen Menschenlebens, welches in seinem Wirkungskreis
würdevoll behandelt und geachtet wird. Diese Haltung bringt er in seinem
Buch sehr deutlich zum Ausdruck.
Ein Stern der nicht leuchten konnte kostet nur 8,90 Euro, ist aber
für betroffene Eltern mehr als Gold wert!
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«Eine große Hilfe für Betroffene» von Margit Klein (18.05.2005):
Es ist sehr einfühlsam geschrieben. Es hilft bei der Trauerarbeit. Eigentlich
sollte man dieses Buch schon lesen, bevor ein Baby durch die Stillgeburt von
uns gegangen ist, also bevor man sich ein Baby wünscht.
«Ein sehr hilfreicher Ratgeber» von Bettina Naujoks aus Dortmund
(20.03.2005):
Herr Schäfer gibt in sehr einfühlsamen Worten Ratschläge und
Hilfe für verwaiste Eltern.Als selbst betroffene Mutter kann ich dieses
Buch sehr empfehlen,denn mir hat es in meiner Trauer sehr geholfen.
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Krankendienst 7/05
Das neue Buch von Klaus Schäfer "Ein Stern, der nicht leuchten konnte" richtet sich an alle betroffenen Eltern,
die ihr Kind vor, während oder kurz nach der Geburt verloren haben. Es ist ein wertvoller Wegbegleiter durch die erste
Zeit der Trauer, von der Information, dass das Kind tot ist, über die Situation in der Klinik, die Trauerfeier und Bestattung
bis hin zur Rückkehr zum Leben. Dabei zeigt es mit wichtigen Informationen die Möglichkeiten und Rechte der verwaisten
Eltern auf. Durch die Mitarbeit betroffener Eltern ist es authentisch und bietet Orientierungshilfe in Trauer und Gefühlschaos,
wie auch Hilfestellung, das Leben nach dem schweren Verlust wieder lebenswert zu erfahren.
Das Buch ist allen Betroffenen, wie auch Nichtbetroffenen, die Tipps im Umgang mit betroffenen Personen brauchen, zu empfehlen
und sollte in keiner Frauenklinik und Entbindungsstation fehlen.
Katholischer Krankenhausverband Deutschlands e.V.: Krankendienst 7/2005, 186.
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Hebammen-Info 3/05
Der vorliegende Band ist ein einfühlsamer und gleichzeitig sehr praxisnaher Begleiter für verwaiste Eltern und damit
auch für alle Berufsgruppen, die Eltern in dieser Situation betreuen. Verfasst wurde er von dem Krankenhausseelsorger
und Pallotinerpater Klaus Schäfer, der dafür in mehrjähriger Recherche die Erfahrungen und Aussagen von über
200 betroffenen Frauen zusammentrug und auswertete.
Dabei ist ein Buch entstanden, das auf die emotionalen, praktischen wie auch rechtlichen Aspekte eingeht, die sowohl unmittelbar
nach dem Tode eines bei oder nach der Gebrut verstorbenen Kindes wie auch in der Zeit der Trauerbewältigung wichtig sind.
So wird beispielsweise auch auf die Wochenbettbetreuung durch eine Hebamme hingewiesen und Rituale für die Beerdigung
werden vorgestellt. Auch die mit einer Abtreibung verbundenen Trauer wird angesprochen; Schuldgefühle und Umgang mit
tatsächlicher Schuld werden in psychologisch fundierter Weise behandelt.
Das Buch vermittelt die Botschaft, wie wichtig ein bewusstes und individuell gestaltetes Durchleben der Trauerzeit ist. Damit
ist es auch eine hilfreiche und lohnenswerte Lektüre für Hebammen, die Eltern nach dem Tod ihres Kindes gegleiten.
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Ordenskorospondenz (2006, 252)
EIN STERN; DER NICHT LEUCHTEN KONNTE
Das Buch für Eltern, deren Kind früh verstarb, Freiburg [u.a.]: Herder,
2005. - 128 S.
(Herderspektrum 5510). - ISBN 3-451-05510-4. - EUR 8,90
Wenn ein Kind früh - vor, während oder unmittelbar nach der Geburt
- stirbt, bedeutet dies einen sehr schmerzlichen Verlust für die Eltern,
ihre Existenz ist zutiefst erschüttert. Oft wird diese Leiderfahrung gesellschaftlich
kaum beachtet und vom sozialen Umfeld so gut wie nicht wahrgenommen. Bei diesem
frühen Verlust wird verkannt, dass Eltern um einen Menschen trauern. Diese
müssen sich für ihre sich selbst gewährte Trauer zusätzlich
rechtfertigen.
Das Anliegen, aufzuklären und hilfreiche Umgangsweisen für trauernde
Eltern aufzuzeigen, geift der Autor in seinem Ratgeber au. Nach einer kurzen
Einführung stellt er die Situation dar, wie Eltern meist völlig unverhofft
mit dem tod ihres Kindes konfrontiert werden. In dem Buch kommen u.a. Betroffene
zu wort und beschreiben ihre Trauerreaktionen. Ursachen für den frühen
Kindstod beschließen das erste Kapitel (11-22). In den darauf folgenden
Kapiteln beschreibt Klaus Schäfer "verschiedene Formen der Verluste"
(Teil 2, 23-35), das in der Klinik angefangene prozesshaft gestaltete Abschiednehmen
der Eltern (Teil 3, 36-46) und mögliche Umgangsweisen mit der Trauer wieder
zuhause (Teil 4, 47-90). Kurz umreißt der Autor im fünften Kapitel
(91-97) rechtliche Bestimmungen zum Mutterschutz und Bestattungsrecht der Bundesländer.
Eingeleitet durch den Erfahrungsbericht einer betroffenen Mutter sind im weiteren
(Teil 6, 98-101) die Bestattungsmodalitäten thematisiert. In den bieden
letzten Kapiteln (112-128) wird auf Selbsthilfegruppen verwiesen, es werden
Informationen und Tipps gegeben, die auf dem Trauerweg weiterhelfen sollen.
Klaus Schäfer ist es gelungen, ein in der Gesellschaft nach wie vor tabuisiertes
Thema in einem Überblick zu präsentieren. Eine Fülle von Möglichkeiten
und Ideen, die Eltern mit eigener Trauer umgehen können, wird aufgezeigt.
Gut ist zudem, dass der Autor seine Leser direkt anspricht. Leider gelang in
manch dargebotenen Beschreibungen und Rat-"Schlägen" die sprachliche
Umsetzung der intendierten einfühlsamen Hilfe für Eltern nur unzureichen.
So z.B. im Zusammenhang mit der Verwendung von Seifenglasen in einer Trauerfeier:
"Sie (Eltern haben sich die Zukunft wie diese Seibenblasen in den schillernsten
Farben vorgestellt, und dann ... Pent" (109). Auch scheint der Autor mit
einem, teilweise stark moralischen Anspruch in dem, was richtig, falsch und
sinnvoll ist, durch, wenn Erläuterungen und Tipps gegeben werden wie Trauer
verarbeitet werden kann. Manche Schlussfolgerungen kömmen daher platt und
unvereständlich daher. Bezüglich des durch zu große körperliche
Belastung der Mutter herbeigeführten Todes heißt es: "Sie (die
Mutter) können jedoch sehr wohl aus Ihrem Tun lernen und bei der nächsten
Schwangerschaft schwere körperliche Arbeiten unterlassen. Damit ist Ihr
Kind nicht umsonst verstorben, denn Sie haben aus dem Tod Ihres Kindes gelernt"
(85). Bei allem spürbaren Engagement des Autors fehlt eine sprachliche
Snsibilität für die Betroffenen.
Die Relevanz von Religion und Glaube für trauernde Eltern kommt zu kurz.
Von einem Autor, der Ordensmann und Seelsorger ist, darf man dazu mehr erwarten.
Hilfreich sind sicherlich die Verweise zur Vernetzung v.a. im Internet, andere
weiterführende Literaturangaben fehlen jedoch. Wenigstend die neu überarbeitet
Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz von 2005: Wenn der Tod am Anfang
steht. Eltern trauern um ihr neugeborenes Kind - Hinweise zur Begleitung, Seelsorge
und Beratung (=Arbeitshilfen 174), worin z.B. die Tabellen zum Bestattungsrecht
der Bundesländer weit übersichtlicher gestaltet sind, hätten
einen Hinweis verdient.
Wolfgang Holzschuh
Anfang der Seite
Sternenkinder, so werden die Kinder genannt, die sehr früh sterben. Im
Buch bespricht der Autor, Klinikseelsorger in Karlsruhe mit Schwerpunkt im Bereich
von Fehl- und Totgeburten, Frühaborte oder Abtreibungen, Spätaborte
und Totgeburten sowie den Tod des Kindes wenige Stunden oder Tage nach der Geburt.
Es geht um Frauen (und Paare), die keine Gelegenheit hatten, ihr Kind richtig
kenen zu leren und es schon wieder verlieren. Aus seinem Erfahrungsschatz und
aus einer umfrage bei 200 Betroffenen schöpft der Autor sein Wissen: Was
brauchen solche 'verwaiste' Eltern im ersten Moment, gegenseitig, von ihrem
Umfeld, von den Berufsleuten? Welche Rechte haben sie im Bezug auf das Kind
nach einer Ausschabung, nach einem Spätabort oder wenn das Kind am Termin
intrauterin verstorben ist? Die aufgelisteten Angaben bezeiehn sich auf Deutschland,
für die Schweiz finden sich mehrere Internetadreessen.
Weitere Kapetel gehen darauf ein, wie die Eltern sich im Leben wieder zurechtfinden
können: Regeln werden besprochen und begründet, z.B. die Eltern sollten
das Kind wirklich begrüssen, es halten, Photos machen und sich danach von
ihm verabschieden - so haben sie lebenslang die Erinnerung an ihr Kind. Sie
sollen ihre Verwandten und Freunde mit einbeziehen, so dass von Anfang klar
ist, dass über das Kind gesprochen werden darf. Sie sollen klar äussern,
was sie jetzt von ihrer Umgebung erwarten: eine Umarmung, eingeladen und aufgemuntert
werden, miteinender trauern dürfen usw. Hilfreiche Rituale werden vorgestellt.
Zur Trauer in der Partnerschaft führt der Autor treffend aus, dass Männer
nicht wie Frauen reagieren und stellt die wichtigsten Unterschiede in einer
Tabelle nach dem Buch 'Männer kommen vom Mars, Frauen von der Venus' vor.
Ebenso enthält das Buch '5 Regeln für den Sprecher' und '5 Regeln
für den Zuhörer' - diese sollen dem Ehepaar helfen, den Dialog fortzusetzen.
Selbsthilfegruppen und professionelle Hilfe werden empfohlen (Hebamme, Arzt,
Psychologe, Seelsorger) - wobei die Selbsthilfegruppen sehr viel besser helfen
können, weil Betroffene genau wissen, wovon die verwaisten Eltern sprechen.
Mit Hilfe diesese Buches wünscht der Autor den Eltern, aus der Trauer zu
einer neuen Lebensperspektive und zu neuer Hoffnung zu finden.
Mich würde interessieren, ob für die Schweiz nicht ein ähnlicher
Ratgeber zur Verfügung steht.
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