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Verständnis entwickeln für |
Sprache ist unser vorrangiges menschliches Kommunikationsmittel. So sehr sie sich für den Austausch von begreifbaren Dingen eignet, so sehr versagt sie, wenn es um Gefühle, Empfindungen und Emotionen geht.
Wie erkläre ich einem Blinden die Farbe rot? oder Wie beschreibe ich einem tauben Menschen die Musik? Wie will ich einem Menschen den Schmerz und die Trauer um ein ungeborenes Kind vermitteln, der bisher nur um ältere Menschen getrauert hat?
Es scheint
eine unlösbare Aufgabe zu sein, und doch gibt es Lösungsansätze.
Sie stammen aus dem Bereich der Kommunikationswissenschaft. Das Prinzip ist
sehr einfach: Es wird nach einer gemeinsamen Schnittmenge der gemachten Erfahrungen
gesucht. Solange keine gemeinsame Schnittmenge vorhanden ist, können Gefühle,
Empfindungen und Emotionen nicht vermittelt werden.
Erst wenn eine gemeinsame
Schnittmenge vorhanden ist, kann darüber der Austausch stattfinden. Je
größer die gemeinsame Schnittmenge ist, desto intensiver kann der
Austausch hierüber erfolgen.
Um den Menschen, die nicht die Erfahrung eines toten Kindes vor oder während der Geburt gemacht haben, Hilfestellungen zur Hand zu geben, mit denen sie den Empfindungen nahe kommen können, habe ich einige Beispiele zusammengetragen. Es sind Beispiele! Als solches können Sie nur ein Abbild dessen wiedergeben, was verwaiste Eltern empfinden. Sie alle haben ihre Stärken und ihre Schwächen. Wählen Sie für sich das Beispiel aus, das Ihnen am dienlichsten ist.
Über allem gilt: Um über dieses Hilfsmittel verwaiste Eltern in ihrer Situation überhaupt verstehen zu können, bedarf es vor allem dem Willen, die verwaisten Eltern verstehen zu wollen. Ohne Empathie und der Bereitschaft des Einfühlenwollens nutzt alles andere nichts.
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