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Religiöse Texte


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Oetinger-Gebet Manchmal denken wir Vier Kerzen
Ps 23 - Der Herr ist mein Hirte Gebet der Erschöpfung  
Alles hat seine Zeit Die wir lieben  
  Ich bin immer noch da Von der Welt zu sich
  Jahresamt  
  Das Sterben  
Fußsuren im Sand Die Seele des Menschen Ich glaube an die Zukunft
Oetinger-Gebet

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Gott gebe mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann.
Gott gebe mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. (Oetinger)
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Ps 23 - Der Herr ist mein Hirte
Luther-Text
Einheitsübersetzung
Der HERR ist mein Hirt; darum leide ich keine Not.
Er bringt mich auf saftige Weiden,
lässt mich ruhen am frischen Wasser
und gibt mir neue Kraft.
Auf sicheren Wegen leitet er mich,
dafür bürgt er mit seinem Namen.
Und muss ich auch durchs finstere Tal –
ich fürchte kein Unheil!
Du, HERR, bist ja bei mir;
du schützt mich und du führst mich,
das macht mir Mut.
Vor den Augen meiner Feinde
deckst du mir deinen Tisch;
festlich nimmst du mich bei dir auf
und füllst mir den Becher randvoll.
Deine Güte und Liebe umgeben mich
an jedem neuen Tag;
in deinem Haus darf ich nun bleiben
mein Leben lang.

Der Herr ist mein Hirte,
nichts wird mir fehlen.
Er läßt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen;
er leitet mich auf rechten Pfaden,
treu seinem Namen.
Muß ich auch wandern in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl,
du füllst mir reichlich den Becher.
Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang,
und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.

 

Der Herr ist mein Hirte,
nichts wird mir fehlen.
Er läßt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen;
er leitet mich auf rechten Pfaden,
treu seinem Namen.
Muß ich auch wandern in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl,
du füllst mir reichlich den Becher.
Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang,
und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.
 

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Alles hat seine Zeit

Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit:
eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben,
eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen,
eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen,
eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen,
eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen,
eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz;
eine Zeit zum Steinewerfen und eine Zeit zum Steinesammeln,
eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen,
eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren,
eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen,
eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen,
eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden,
eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen,
eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden. (Kohelet 3,1-8)
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Spuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
daß in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?“

Da antwortete er: „Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur
gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“

Margaret Fishback Powers
Copyright © 1964 Margaret Fishback Powers
Copyright © der deutschen Übersetzung 1996 Brunnen Verlag Gießen.
www.brunnen-verlag.de


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Manchmal denken wir

Manchmal denken wir:
Hättest du, Gott, doch in unseren Herzen
nicht die Flammen der Hoffnung entzündet,
wir würden weniger Enttäuschungen kosten.

Manchmal denken wir:
Hättest du, Gott, doch unsere Augen
nicht die menschliche Gestalt der Liebe gezeigt,
wir wären weniger verletzt.

Manchmal denken wir:
Hättest du, Gott, doch unsere Ohren
nicht gefüllt mit dem Herzschlag des Lebens,
wir hätten den Tod nicht sehen müssen.

Doch, Herr, wir danken dir
für jede Minute der Hoffnung, der Liebe, des Lebens:
Sie haben uns verändert, das kann uns nicht genommen werden.


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Ein Gebet in der Erschöpfung

Mein Gott, ich liebe Dich nicht.
Ich will es nicht einmal.
Ich bin Deiner überdrüssig.
Vielleicht glaube ich gar nicht an Dich.
Aber sieh auf mich im Vorübergehen.
Wenn Du Lust hast, dass ich an Dich glaube,
dann gib mir den Glauben.
Wenn Du Wert darauf legst, dass ich Dich liebe,
dann gib mir die Liebe.
Ich hab von all dem nichts,
und ich kann nichts dazu tun.
Ich gebe Dir, was ich habe:
Meine Schwäche, meinen Schmerz
und diese Zärtlichkeit, die mich peinigt,
und die Du wohl siehst.
Das Elend meines Zustandes - das ist alles -
Und meine Hoffnung. (Marie Noel)


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Die wir lieben

Die wir lieben, sind nur geborgt.
Wann sie gehen, entscheiden wir nicht.
Wir entscheiden, ob wir die Erinnerung als Geschenk annehmen wollen.
Niemand ist fort, den man liebt.
Liebe ist ewige Gegenwart. (Stefan Zweig )


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Sterben - was heißt "Sterben" ?

Ich bin immer noch da.Ich bin im Zimmer nebenan.
Was ich für euch gewesen bin, bleibe ich auch.
Nennt mich weiterhin so, wie ihr mich immer genannt habt.
Redet mit mir, wie ihr immer mit mir geredet habt.
Betet, lacht und denkt an mich.
Das Leben geht weiter, das Band zwischen uns ist nicht zerschnitten.
Warum sollte ich aus euren Gedanken verschwinden?
Ich bin nicht sehr weit weg....
bloß auf der anderen Seite des Weges! (Ulrike Ruf)


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Jahresamt

365 Tage ist es her, als du sie antratst deine letzte Reise ohne Wiederkehr.
Jetzt steh ich an deinem Grab und weine, obwohl ich weiß du bist nicht dort.
Ich frage mich, wo du jetzt bist – vielleicht auf einem Stern, der in der Nacht mir leuchtet?
Bist du der Vogel, der über mir die Kreise zieht, oder die Wolke, die der Wind verweht?
Obwohl ich weiß, du bist nicht dort, steh ich an deinem Grab und weine.
Nur wer nicht liebt, kommt ohne Tränen aus.
Das Liebste, was ich hatte, habe ich verloren.
Das Leben endet, nicht jedoch meine Liebe zu dir.
Die kurze Zeit, in der Du da warst, war zu schön.
In liebevollen Gedanken.


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Das Sterben

Vielleicht ist es kein Weggehen, sondern Zurückgehen?
Sind wir nicht unterwegs mit ungenauem Ziel und unbekannter Ankunftszeit, mit Heimweh im Gepäck?
Wohin denn sollten wir gehen wenn nicht nach Hause zurück? (Anne Steinwart)


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Die Seele des Menschen

Die Seele des Menschen ist wie ein Regenbogen,
der erst dann leuchtet, wenn Sonne und Regen sich die Hand reichen.

Kinder brauchen Engel

"Jedes Kind braucht einen Engel"

Sie sind der Anfang und das Licht
doch wir sehn es nicht
Sie sind das Wort das niemals bricht
doch wir verstehn es nicht
Sie haben Herzen, die begreifen jede Hand die gibt
und öffnen sich dem der sich zeigt und ihnen Liebe gibt

Sie sind das Wasser und die Kraft
doch wir beugen sie
die Kraft die neues Leben schafft
doch wir beschneiden sie
Sie haben Augen, die können viele Sonnen sehn
doch wer sie bricht der wird in ihnen siene Schatten sehn

Jedes Kind braucht einen Engel
der es schützt und der es hält
der es schützt und der es hält
Jedes kind braucht einen Engel
der es auffängt wenn es fällt

Sie sind der Boden der uns trägt
doch wir belächeln sie
das Grün das aus den Zweigen schlägt
doch wir zerbrechen sie
Sie sind die Zukunft
doch wir sperren ihre Träume ein
und sehen fassungslos - aus unsren Mauern stammt der erste Stein

Jedes Kind braucht einen Engel....... (Klaus Hoffman)

 

Vier Kerzen

Vier Kerzen brannten am Adventskranz.
Es war ganz still.
So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.
Die erste Kerze seufzte und sagte:
" Ich heisse FRIEDEN.
Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden.
Sie wollen mich nicht."
Ihr Licht wurde kleiner und kleiner und war schliesslich ganz verlöscht .
Die zweite Kerze flackerte und sagte:
"Ich heisse GLAUBEN. Aber ich bin überflüssig.
Die Menschen wollen von Gott nichts wissen.
Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne."
Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus.
Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort.
"Ich heisse LIEBE. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen.
Die Menschen stellen mich an die Seite.
Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen."
Und mit dem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.
Da kam ein Kind ins Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte:
"Aber Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein."
Und fast fing es an zu weinen.
Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort.
Sie sagte: "Hab keine Angst.
So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden.
Ich heisse HOFFNUNG."
Mit einem Hölzchen nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.
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Von der Welt zu sich

Andere kennen verlangt Wahrnehmung,
sich kennen verlangt Einsicht.
Andere bezwingen verlangt Stärke,
sich bezwingen verlangt Durchdrängung.
Wer einsichtig ist, ist unerschöpfbar.
Wer durchdrungen ist, ist unbezwingbar. (Laotse)
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Ostergedicht

Ja, der Winter ging zur Neige,
holder Frühling kommt herbei,
lieblich schwanken Birkenzweige,
und es glänzt das rote Ei.

Schimmernd wehn die Kirchenfahnen
Bei der Glocken Feierklang,
und auf oft betretnen Bahnen
nimmt der Umzug seinen Gang.

Nach dem dumpfen Grabchorale
Tönt das Auferstehungslied,
und empor im Himmelsstrahle
schwebt er, der am Kreuz verschied.

So zum schönsten der Symbole
Wird das frohe Osterfest,
dass der Mensch sich Glauben hole,
wenn ihn Mut und Kraft verlässt.

Jedes Herz, das Leid getroffen,
fühlt von Anfang sich durchweht,
dass sein Sehnen und sein Hoffen
immer wieder aufersteht!
(Verfasser unbekannt)
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Ich glaube an die Zukunft

Ich glaube an die Zukunft,
ich glaube daran, dass sie schön sein wird,
schöner als die Gegenwart.
Dabei denke ich nicht an den Himmel.
Dazu bin ich viel zu kurzsichtig.
Ich denke an nächstes Jahr,
an nächste Woche,
an morgen,
an den nächsten Augenblick.
Ich denke, dass ich selbst viele Möglichkeiten habe,
dieses Schöne Wirklichkeit werden zu lassen. (Klaus Schäfer)
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Manchmal sind es nicht die großen, vielen Worte, die so gut tun, die den Alltag durchbrechen,
wie die Strahlen der Sonne die Wolken.
Wie ein sanfter Wind stärken diese Worte dich, ja, sie bringen dich zum Blühen.

Da sagt dir zum Beispiel einer: "Wie schön, dich zu sehen!" oder: "Wie gut, daß du da bist!"
Ehrliche Freude kommt darin zum Ausdruck.
Solche Worte der Wertschätzung tun so gut, und wir brauchen sie immer wieder.

Darum sage ich dir jetzt im Namen Gottes: "Schön, daß es dich gibt. - Du bedeutest mir etwas,
denn ich sehe dich mit den Augen Gottes." Glaub an Gott oder nicht, er spricht auch zu dir
(Jesaja 43, 4 in eigener Übertragung): 'Weil du in meinen Augen so teuer bist, bist du wertgeschätzt.
Und ich selbst, ich liebe dich.' - Eine Liebeserklärung Gottes an jeden Menschen
und heute meine Botschaft an dich.

Und wenn du solche Zuwendung und Ermutigung vermißt,
weil Menschen abstumpfen und mißtrauen und sich gegeneitig ablehnen, dann erinnere dich daran,
was der lebendige Gott dir heute durch mich sagt. Glaub an ihn oder nicht. Ihm bist du nie gleichgültig.
Du bist von ihm gewollt und geliebt. Er kennt dich, er sieht dich und ist dir nahe, immer.
Er ist für dich da.

Unverwechselbar bist du und bleibst du, wertvoll und bleibend geliebt. Niemand ist wie du,
niemand lacht wie du, niemand weint wie du. Du bist einmalig, kein Zufallsprodukt
und kein Staubkörnchen im endlosen Universum.
Du bist nie ganz am Ende, höchstens am Ziel. Der Horizont ist weit, die Zukunft offen.
Und ich sage dir heute: "Schön, daß es dich gibt." Mehr nicht.

Pfr. H. Winkler, Brandenburg an der Havel www.seelsorgepfarrerwinkler.de

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, der die Liebe ist
und der uns ein guter Vater sein will.
Ich glaube an Gott, der uns seinen Sohn Jesus Christus gesandt hat,
damit er uns zeigt, wie wir miteinander leben können.
Ich glaube an Jesus Christus, der ganz nah bei uns ist.
Ich glaube an Jesus Christus, der mit uns glaubt und zweifelt, der mit uns hofft und liebt.
Ich glaube an den Heiligen Geist, an die schöpferische Kraft Gottes, die uns verändern kann und die uns zu Schwestern und Brüdern macht.
Ich glaube an den Heiligen Geist, der uns in seiner Kirche zusammenführt, damit die Menschen neue Hoffnung schöpfen und einmal ganz mit Gott leben in endloser Freude und in grenzenlosem Frieden.
Amen. (unbekannt)
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