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erfahrene Verletzungen durch Seelsorger erfahrene Hilfen durch Seelsorger

Erfahrene Verletzungen durch Seelsorge

U2,5: Der liebe Gott wird schon wissen, warum er dir dies schickt. (Beerdigungspfarrer)“, hingegen als tröstend: Ich weiß auch nicht, warum. (Klinikseelsorger).
U2,11: In der Klinik hat sich niemand bei mir gemeldet oder gar Hilfe angeboten, obwohl ich dort 11 Tage zur stationären Behandlung war.1
U2,23: Nichts war schlimmer als das Schweigen.
U2,24: Pfarrer fragte uns, ob wie eine Ankündigung wünschten. Wir bejahten und sind Sonntag darauf zur Kirche. Da fanden gerade Taufen statt!
U2,67: Beim Taufgespräch des 2. Nachfolgekindes: Junger unerfahrener kath. Pfarrer sagte: „Eine Taufe ist immer was Schönes.“ Wir: „Naja, kommt darauf an, denn unser erstes Kind ist während der Nottaufe gestorben.“ Darauf schweigt er, fragt nichts. Sagt gar nichts dazu. Geht anschließend zur aktuellen Taufe über. ... Wir hatten fast Schuldgefühle, diesem Pfarrer so ein Thema zu erwähnen. Der arme, blauäugige junge Mann voller Unsicherheit sollte noch ein bisschen Selbstsicherheit haben, bevor er auf die Kirche losgelassen worden wäre.
U3,3: Im KH mussten wir 2 Tage warten bis unsere Jule geboren wurde! Wir sind zu den Seelsorgern gegangen und haben gefragt, ob wir mit jemandem sprechen können! Es wurde uns nur gesagt, es wäre jetzt keiner da und wir sollen später wieder kommen.
U3,24: Verletzt hat mich... dass im Krankenhaus überhaupt niemand kam und wenigstens mal ein Gespräch angeboten hat! Ich war in einer Ausnahmesituation... vielleicht hätte ich es sogar abgelehnt zu sprechen.... aber eine Frau im Krankenhaus so alleine damit zu lassen ist schlimm.
U3,27: Unser Pfarrer ließ sich mit Mühe überreden, die Urne mit der Asche meiner Tochter im Grab meines Großvaters beizusetzen. Soweit ich es in Erinnerung habe, hat er von vornherein gesagt, das Kind könne nicht gesegnet werden. Ich hab das damals so hingenommen.
U3,29: Seelsorger selber hat mir sehr geholfen. Nur die Leute im Dorf haben sofort gesagt, Kind wurde nicht getauft, kann deshalb nicht auf dem Friedhof mit Pfarrer beerdigt werden. Das war sehr schlimm. Und die Ämter mit ihren Stundenregelungen haben mich fast zur Verzweiflung getrieben.
U3,37: GOTT HOLT SEINE SCHÄFCHEN ZU SICH !!!!!!!!!!!!! Das war ein katholischer Pastor, den ich dann aus meiner Wohnung warf!
U3,58: Es hat sich leider niemand sehen lassen!!!!
U3,60: Ich habe zu keiner Zeit einen Seelsorger zu Gesicht bekommen als meine Kinder starben. Das einzige Mal das ich überhaupt einen Krankenhausseelsorger zu Gesicht bekam war bei einer Blinddarm-OP.
U3,69: dass man meine Tochter nicht segnen oder taufen wollte, weil es ja nicht nötig sei, daß nun noch ein Pfarrer kommt, jetzt, wo sie tot ist, könne er ja auch nicht mehr helfen.
U3,74: Als unser (kath.) Pfarrer zum Beerdigungsgespräch des 2. Kindes kam - diese Standardsätze wie "Es war Gottes Wille, und das muss man akzeptieren." "Beten Sie, das wird Ihnen Kraft geben." "Besuchen Sie den Gottesdienst und schöpfen Sie Kraft aus dem Glauben.“
U3,80: Eine Nonne im Krankenhaus konnte nicht verstehen, dass ich nicht den ganzen Tag im Bett sitzen konnte und darauf warten, bis ich zur nächsten Untersuchung abgeholt werde.
U3,99: Der Seelsorger der 2002 zur Stelle war bemühte sich zwar hatte mir aber mit einer Bemerkung sehr ins Herz getroffen: „Nun ja, jetzt sind sie zwar 2x Mutter, aber haben immer noch kein Kind im Arm.“ Er hatte zwar recht, aber ich fühlte mich tief verletzt.
U3,101: Ich fühlte mich wie ein Termin im Kalender meines Pfarrers, bzw. der Gemeindereferentin. Ich merkte den Zeitdruck, unter dem sie die Hausbesuche erledigten, bzw es gar nicht schafften, mich zu besuchen, weil die Zeit nicht da war.
U3,103: Ein Gespräch mit einem Seelsorger kam wegen frühzeitiger Krankenhaus-Entlassung nicht zustande. Der örtliche Seelsorger stand aus zeitlichen Gründen leider nur für die Beerdigung zur Verfügung. Ein Gespräch im Vorfeld war nicht möglich, ein zugesagtes Gespräch fand nicht statt.
U3,106: „Ich habe im Moment keine Zeit, da ich noch eine Hochzeit vorbereiten muss. Ich verspreche mich, nach der Beerdigung bei ihnen zu melden.“
U3,112: Direkt hat uns nichts verletzt. Wir konnten nur einigen Worten nicht folgen wie: "Gott ist gerecht." "Es läßt uns nicht allein." "Wir können Gott vertrauen."
U3,116: Aussage des Pfarrers beim Gespräch für die Beerdigung unseres ersten Sohnes: Er kam gerade von einem Kinderfest und anschließend zu uns zum Gespräch. Er meinte, daß dies aber ein Kontrastprogramm sei.
U3,118: Ich wurde "berichtigt", dass ich meine Kinder direkt nach der Geburt nicht mit ihrem Namen ansprach, aber bis dahin waren es nunmal meine Kleine und meine Große (das war ja alles andere als abwertend gemeint).
U3,123: Das die Seelsorgerin keine Zeit hatte und nur 5 Minuten bei mir bleiben konnte weil sie ihr Kind vom Kindergarten abholen muß ! Trotzdem konnte sie daraufhin eine ganze Seite Beurteilung meiner psychischen Verfassung abgeben.
U3,124: Bei meinem 1. Kind erzählte mir die Seelsorgerin, dass sie schon mehrer Fehlgeburten hatte und nun wohl auch zu alt wäre für ein Kind und es bei ihr wohl nicht mehr klappen würde. Ich wäre ja noch jung und könnte es weiter versuchen.


erfahrene Hilfen durch Seelsorger

U2,3: Dass man die Trauer Schritt für Schritt gehen muss, man kann eine Phase nicht einfach überspringen.
U2,5: Namen des Kindes nennen, Elterngefühl verbalisieren (Klinikseelsorger bei Taufe
U2,8: Mir hätte eine Seelsorgerin im Krankenhaus geholfen, aber es war keine da.
U2,67: Worte wie: tut mir leid, das ist in ihrem Fall sehr traurig ... Anteilnahme gerade vom Pfarrer hätte echt gut getan. Wir hatten fast Schuldgefühle, diesem Pfarrer so ein Thema zu erwähnen. Der arme, blauäugige junge Mann voller Unsicherheit sollte noch ein bisschen Selbstsicherheit haben, bevor er auf die Kirche losgelassen worden wäre.
U3,3: Einfach da zu sein, einfach noch einmal über alle Möglichkeiten der Taufe, der Seegnung, des Mit-nach-Hause-nehmens, der Bestattung aufgeklärt zu werden und gegebenfalls bei der Umsetzung zu helfen, einfach da sein und zuzuhören.
U3,5: Der Parrer, der die Bestattung (es war seine erste Bestattung von fehlgeborenen Kindern) hat das ein wenig unbeholfen aber sehr schön gemacht. Er war etwas befremdet, dass auch diese Kinder - unseres eben auch - einen Namen haben.
U3,13: Die kath. Schwester war sehr einfühlsam. Und obwohl kath. doch sehr weltlich. Sie hat z.B. nicht wirklich etwas gegen eine Autopsie gesagt. Außerdem wurde uns und meinen Eltern 3 Tage nach der Geburt noch mals die Gelegenheit gegeben, unser Kind zu sehen.
U3,23: Was hätte mir geholfen: Er wollte mir helfen...Ich habe bei unserem Pfarrer angerufen. Er hat mir auch angeboten zu reden, aber ich war schon so verletzt durch andere, das ich dachte ich dürfe nicht trauern. Also habe ich sein Angebot ausgeschlagen.
U3,24: Es hat mir geholfen, dass der evangelische Pastor sofort JA gesagt hat, als ich ihn fragte, ob er mein Kind beerdigt. Da es unter 500g wog, war es ja eine besondere Sache und auch hier noch niemals vorgekommen.
U3,27: Verständnis dafür, dass auch dieses kurze Leben ein ganzes und vollkommenes Leben war. Dass ich Mutter bin. Dass mein Kind vor Gott genau so zählt wie ein lebendes.
U3,33: Unser Pfarrer hat eine Todenmesse, am Tag aller verstorbenen Kinder für unser Kind abgehalten.
U3,40: Die Segnung war sehr hilfreich, da sie der endgültige Abschied war - wir haben unsere Tochter damit sozusagen Gott übergeben.
U3,41: Unserer Pfarrerin kam gleich am nächsten Tag in die Klinik. Sie hat die Trauerfeier sehr schön gestaltet. Ich hätte mir allerdings gewünscht, daß sie uns anschließend nochmals zu Hause aufgesucht hätte.
U3,46: Einfach das Gesprächsangebot: meine Angst zu verarbeiten, vielleicht nie Kinder bekommen zu können; Abschied zu nehmen von meinem Kleinen, aber nicht endgültigen Abschied vor dem Angesicht Gottes.
U3,53: Es hätte mir geholfen, wenn ich wenigstens einmal ein Angebot von einem meiner Pastoren zu einem Gespräch bekommen hätte bzw. sie mich einmal auf meine Totgeburt und mein Befinden angesprochen hätten.
U3,56: Es hätte geholfen, wenn ein Seelsorger mir den Hinweis gegeben hätte, daß es die Möglichkeit der Segnung, evtl. auch der Beerdigung und so der Anerkennung eines Lebens gegeben hätte.
U3,57: Unser Pfarrer im Krankenhaus hat nicht viele Worte gemacht. Er war immer nur da, hat zugehört und hat seine Anwesenheit nie aufgedrängt.
U3,59: Ein Gespräch nach der ersten Fehlgeburt in der Klinik mit meiner Pfarrerin, die auch eine FG hatte. Sie bekräftigte mich auch in meinem Willen, das Kind mit nach Hause zu nehmen und in das Grab meiner Mutter zu einzubuddeln.
U3,63: Unser Seelsorger war toll, aber er hätte sich hinterher nochmal melden können, auch nach der Beerdigung.
U3,80: Bei einer der Untersuchungen war eine liebe Nonne, die hat mir meine Hand gehalten und mich getröstet. Sie hat mir dann noch erzählt, dass für totgeborene Kinder eine Messe stattfindet und mir gleich ein Blatt mit Informationen mitgegeben.
U3,84: Wir sind sehr entäuscht von unserem Pfarrer (Wir haben mit der Messe extra auf ihn gewartet da er auf Urlaub war. Wenn er im Gottesdienst eine passende Predigt gehalten hätte und unser Kind nicht verschämt verschwiegen hätte, wäre für uns das sehr tröstlich gewesen.
U3,85: Selbst als Konfessionslose ist man in solchen Situationen Gott sehr nah und es hat mir gut getan über Gott zu reden.
U3,90: Ich hätte mich sehr gefreut, wenn man mir die Hilfe eines Seelsorgers angeboten hätte. Aber in einem so frühen Schwangerschaftsstadium hält das wohl niemand für nötig. Es hätte mir geholfen, wenn mir ein Seelsorger gesagt hätte, wie ich mit meiner Trauer umgehen soll.
U3,92: Das vom Klinikpastor eine Trauerfeier durchgefuehrt worden wäre, nach dem ich es ausdrücklich gewünscht hatte.
U3,93: Es hätte schon geholfen, wenn sich überhaupt irgendein Seelsorger dafür interessiert hätte, was mir passiert ist!
U3,98: Der Pfarrer war einmal zu Besuch um die Beerdigung zu besprechen, war auch gut dieses Gespräch, doch anschließdend hat er sich nie wieder gemeldet..., da hätte ich schonmal gedacht, dass er sich erkundgigt wie es einem geht.
U3,101: Das Problem beim Tod eines Kindes besteht in der immensen Dünnhäutigkeit und Verletzlichkeit. Das heißt, dass nur bestimmte liebe Menschen einen trösten können oder Menschen auf meiner Wellenlänge. Die Seelsorger waren nicht auf meiner Wellenlänge und deswegen fehl am Platz.
U3,102: Die Krankenhausseelsorgerin hat sich bei der Aussegnung sehr viel Mühe gegeben. Hat es mit viel Mühe vorbereitet. Sie hat uns auch beim letzendlichen Abschiednehmen von unserer Tochter in der Krankenhauspathologie sehr geholfen.
U3,107: Mein Mann und ich gehören keiner Religion an, deshalb hatten wir zu Lea's Trauerfeier einen freiberuflichen Seelsoeger. Er war wirklich ein ganz lieber Mensch. Wir hatten ein paar Tage vor Lea`s Trauerfeier ein langes Gespräch mit ihm und er hat uns wirklich getröstet.
U3,113: Unser Pastor besuchte mich sogar im Kreißsaal, um mir sein Mitgefühl auszudrücken und mir beizustehen. Er hat die Trauerfeier ganz nach meinen Wünschen gestaltet, z.B. das Vater Unser weggelassen, weil ich das "Dein Wille geschehe" nicht hören wollte.
U3,116: Von einem Seelsorger bzw. Pfarrer hätte ich mir Einfühlungsvermögen gewünscht und auch mehr Einfühlsvermögen, möglicherweise einen Lebensrat oder ähnliches.
U3,117: Der Pfarrer der die Beerdigung durchgeführt hatte, hatte selbst schon ein Kind verloren und hat entgegen unseres Wunsches ein Gespräch mit uns geführt welches sehr hilfreich war. Die Beerdigung hat er sehr gut, phantasiereich und einfühlsam durchgeführt.
U3,118: Wenn sie sich mehr um meine Seele gesorgt hätten anstatt um meinen Glauben...
U3,123: Die Beerdigung unseres Sohnes ! Alles unsere Wünsche wurden erfüllt. Es war "wundervoll".
U3,124: Bei der letzten Ausschabung hatte ich ein einfühlsame kath. Nonne als Seelsorgerin. Sie las mir den Ps. 139 vor. Das hat mich getröstet.
U3,131: Einfach, wenn Einer dagewesen wäre, und mir versichert hätte, daß ( auch wenn unser Kind nicht getauft worden ist ), daß es jetzt im Himmel aufgenommen ist.

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