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Vergebung


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Jesus und Petrus christliches Glaubensbekenntnis
Jesus und Judas Iskariot ""... und vergib uns unsere Schuld, ..."
Gleichnis vom verlorenen Schaf Jesus ist für alle unsere Sünden gestorben
Jesus und die Sünderin  
Jesus beim letzten Abendmahl Das Gute des Schlechten
Gleichnis vom barmherzigen Vater Erfahrungen aus dem Beichtstuhl

Jesus und Petrus

Lk 22, 32f: Zusage des Petrus
(Mt 26,33; Mk 14,29-31; Joh 13,36-38)

Jesus sagte: Ich aber habe für dich gebetet, daß dein Glaube nicht erlischt. Und wenn du dich wieder bekehrt hast, dann stärke deine Brüder. Darauf sagte Petrus zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir sogar ins Gefängnis und in den Tod zu gehen.

Mt 26:69-75: Die Verleugnung durch Petrus
(Mk 14,66-72; Lk 22,56-62; Joh 18,17-27)

Petrus aber saß draußen im Hof. Da trat eine Magd zu ihm und sagte: Auch du warst mit diesem Jesus aus Galiläa zusammen. Doch er leugnete es vor allen Leuten und sagte: Ich weiß nicht, wovon du redest. Und als er zum Tor hinausgehen wollte, sah ihn eine andere Magd und sagte zu denen, die dort standen: Der war mit Jesus aus Nazaret zusammen. Wieder leugnete er und schwor: Ich kenne den Menschen nicht. Kurz darauf kamen die Leute, die dort standen, zu Petrus und sagten: Wirklich, auch du gehörst zu ihnen, deine Mundart verrät dich. Da fing er an, sich zu verfluchen und schwor: Ich kenne den Menschen nicht. Gleich darauf krähte ein Hahn, und Petrus erinnerte sich an das, was Jesus gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.

Großmundig sagte Petrus: "Herr, ich bin bereit, mit dir sogar ins Gefängnis und in den Tod zu gehen." Dies hatte er in bester Absicht und sicherlich auch voller Überzeugung gesagt.

Als die Situation kam, dass er es einlösen konnte, da versagte Petrus. Gleich dreimal verleugnete Petrus Jesus. Dreimal nahm er die Chance nicht wahr, zu seinem Wort zu stehen. Beim dritten Mal fluchte und schwor er sogar, dass er Jesus nicht kenne.

Es ist bezeichnend, dass Jesus genau solch einen Menschen zu seinem Stellvertreter machte. Das Menschliche besteht darin, dass er trotz bester Absicht in der konkreten Situation doch anders gehandelt hat. Er hatte versagt.

Gerade durch das eigene Versagen und die erfahrene Vergebung seiner Schuld, kann er liebend und gütig mit anderen Sündern umgehen. Dies dürfte für Jesus wohl der ausschlaggebende Punkt gewesen sein, warum er gerade diesen schuldig gewordenen Petrus zu seinem Nachfolger gemacht hat.

Petrus tut sich leicht, zu vergeben, da er aus eigener Erfahrung weiß, wie rasch man trotz bester Absicht schuldig werden kann.

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Jesus und Judas Iskariot

Joh. 13,21-26 Der Verrat des Judas

Nach diesen Worten war Jesus im Innersten erschüttert und
bekräftigte: Amen, amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten. Die Jünger blickten sich ratlos an, weil sie nicht wußten, wen er meinte. Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte. Simon Petrus nickte ihm zu, er solle fragen, von wem Jesus spreche. Da lehnte sich dieser zurück an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist es? Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde. Dann tauchte er das Brot ein, nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.

Mt 26,47-50 Die Gefangennahme Jesu

Während er noch redete, kam Judas, einer der Zwölf, mit einer großen Schar von Männern, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren; sie waren von den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes geschickt worden. Der Verräter hatte mit ihnen ein Zeichen verabredet und gesagt: Der, den ich küssen werde, der ist es; nehmt ihn fest. Sogleich ging er auf Jesus zu und sagte: Sei gegrüßt, Rabbi! Und er küßte ihn. Jesus erwiderte ihm: Freund, dazu bist du gekommen?

Jesus wusste, dass Judas ihn verraten wird. Dennoch gab ihn Jesus einen Bissen von dem Brot. Für uns ist dies heute die hl. Kommunion. Jesus hat es Judas nicht verweigert, sondern persönlich gegeben.

Da kommt Judas mit "einer großen Schar von Männern, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren", um Jesus gefangen zu nehmen. Judas führte sie zu Jesus, um ihren Auftrag auszuführen. Als Erkennungszeichen hatte Judas mit den Männern den Kuss ausgemacht. Nach diesem Verrat stellt Jesus die Frage: " Freund, dazu bist du gekommen?"

Jesus spricht Judas trotz dieses schweren Verrats als "Freund" an. Er bricht die freundschaftliche Beziehung mit ihm nicht ab. Warum sollte Gott dann die freundschaftliche Beziehung mit uns Menschen abbrechen?

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Gleichnis vom verlorenen Schaf

Mt 18,12-14 Das Gleichnis vom verlorenen Schaf
(Lk 15,4-7)

In jener Zeit sagte Jesus: Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, läßt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen
zurück und sucht das verirrte? Und wenn er es findet - amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt
haben. So will auch euer himmlischer Vater nicht, daß einer von diesen Kleinen verlorengeht.

Menschen machen bewusst und auch unbewusst Fehler. Dies gehört mit zum Menschsein. Sie sind in die Irre des Lebens geraten.

Gott will nicht, dass wir dort bleiben. Daher sorgt er sich um uns, um jeden einzelnen von uns. Er holt uns aus unserer größter Verstrickung der Schuld heraus.

Gott liebt den Sünder, nicht die Sünde. Daher läuft er uns nach und sucht uns, damit wir wieder Gemeinschaft mit ihm haben. Gott freut sich dabei über jeden Sünder, der zurückkehrt, der es in Zukunft besser machen will, als über 99 Gerechte, die sich nicht verirrt haben.

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Jesus und die Sünderin
Die Begegnung Jesu mit der Sünderin: 7,36-48
Jesus ging in das Haus eines Pharisäers, der ihn zum Essen eingeladen hatte, und legte sich zu Tisch. Als nun eine Sünderin, die in der Stadt lebte, erfuhr, daß er im Haus des Pharisäers bei Tisch war, kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl und trat von hinten an ihn heran. Dabei weinte sie, und ihre Tränen fielen auf seine Füße. Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar, küßte sie und salbte sie mit dem Öl. Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er: Wenn er wirklich ein Prophet wäre, müßte er wissen, was das für eine Frau ist, von der er sich berühren läßt; er wüßte, daß sie eine Sünderin ist. Da wandte sich Jesus an ihn und sagte: Simon, ich möchte dir etwas sagen. Er erwiderte: Sprich, Meister! (Jesus sagte:) Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig. Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben? Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr erlassen hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast recht. Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser zum Waschen der Füße gegeben; sie aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar abgetrocknet. Du hast mir (zur Begrüßung) keinen Kuß gegeben; sie aber hat mir, seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküßt. Du hast mir nicht das Haar mit Öl gesalbt; sie aber hat mir mit ihrem wohlriechenden Öl die Füße gesalbt. Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie (mir) so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe. Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben.
Es gibt Menschen, die
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Jesus beim letzten Abendmahl

Mt 26,27f Jesus beim letzten Abendmahl

Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den
Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

In jeder Messe feiern wir in Gedächtnis dieses Abendmahl Jesu. Dabei spricht der Priester diese Worte. Damit wird in Erinnerung gerufen, dass es eine Vergebung von Schuld gibt. Wir brauchen sie nur darum bitten und annehmen.
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Gleichnis vom barmherzigen Vater

Lk 15,11-32 Das Gleichnis vom barmherzigen Vater

Weiter sagte Jesus: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf. Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land, und es ging ihm sehr schlecht. Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küßte ihn. Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Mach mich zu einem deiner Tagelöhner. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an. Bringt das Mastkalb her, und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern. Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet. Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.

Das Gleichnis vom barmherzigen Vater ist für mich das Musterexemplar einer Vergebung, wie es sie nicht besser beschrieben werden kann.

Da lässt sich der jüngere Sohn auszahlen. Mit der Hälfte des Vermögens zieht er in die Welt und verjubelt das gesamte Geld. Er genießt das Leben in vollen Zügen.

Doch das Leben ändert sich. Es kommt eine schwere Not über das Land. Der junge Sohn muss darben. Es geht ihm schlechter als den Knechten seines Vaters, ja noch schlechter als den Schweinen, die er nun hütet. Daher entschließ er sich dazu, zu seinem Vater zu gehen und sich von ihm als Knecht anstellen zu lassen.

Als der Vater ihn schon von weitem kommen sah, da hatte er Mitleid mit ihm. Er setzte sich nicht hin und sagte sich, komm nur mein Sohn, damit ich dir die Leviten lesen kann.

"Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küßte ihn."

Der Vater konnte gar nicht schnell genug beim Sohn sein, um ihn in den Arm zu nehmen und mit einem Kuss willkommen zu heißen.

Der Sohn bat zwar, als Knecht bei seinem Vater arbeiten zu dürfen, aber das ließ dieser nicht zu. Sofort bekam der Sohn das beste Gewand und einen Ring an die Hand (der ihn als seinen Sohn auswies).

Der Vater ließ sogar noch das Mastkalb schlachten, um die Rückkehr des Sohnes zu feiern.

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Wenn wir Menschen unser Handeln bereuen und uns darum bemühen, es in Zukunft besser zu machen, dann heißt Gott auch uns willkommen. Wir brauchen nur sein Angebot seiner Vergebung annehmen. Was uns bleiben, das sind die Erinnerungen. Die gehören zu unserem Leben. Die Schuld jedoch ist von uns genommen.

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christliches Glaubensbekenntnis
... Ich glaube an den Heiligen Geist, an die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

In diesem Abschnitt des christlichen Glaubensbekenntnisses sind mehrere Angaben enthalten, die im Zusammenhang des Verlustes des Kindes von großer Bedeutung sind:

* Der Glaube an die Vergebung der Sünden: Egal, wie groß die objektive Schuld ist, sie kann von Gott genommen werden.

* Der Glaube an die Auferstehung der Toten: Ihr Kind lebt weiter, über den Tod hinaus. Es lebt bei Gott. Auch Sie werden von den Toten auferweckt werden. Auch Sie bleiben nicht im Tod.

* Der Glaube an das ewige Leben: Sie werden ewig mit Ihrem Kind vereint sein. Kein Tod wird Sie trennen. Kein Leid wird Sie treffen. Auf ewig dürfen Sie mit Ihrem Kind vereint sein.

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"... und vergib uns unsere Schuld, ..."
... und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Das einzige von Jesus überlieferte Gebet ist das Vaterunser. Es gehört zu den Grundgebeten der Christen. Hierin ist die Bitte enthalten, dass Gott uns unsere Schuld nehmen möge. Gott ist somit ein Gott, bei dem Vergebung von Schuld wesentlich mit zum Wesen gehört. Sonst hätte es Jesus nicht mit sein Vaterunser-Gebet aufgenommen.
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Jesus ist für alle unsere Sünden gestorben.

Mt 26,27f Jesu Worte beim Abendmahl

Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

 

Jesus wusste, dass wir Menschen immer wieder schuldig werden. Er gab uns Möglichkeiten, von dieser Schuld befreit zu werden. Wir müssen nicht für den Rest unseres Lebens mit der begangenen Schuld weiterleben. Gott nimmt sie uns weg, wenn es uns leid tut und wir ihn darum bitten.
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Das Gute des Schlechten

Von Hennry Ford, dem Begründer der Ford-Werke, stammt das Zitat: "Jeder Fehler, den wir machen, ist eine Chance dazuzulernen."

Wir können uns bis an unser Lebensende begangene Fehler uns immer wieder vorwerfen und nie verzeihen. Damit kommen wir keinen Schritt weiter. Wir bleiben verstickt in den Selbstvorwürfen.

Wir können auch sagen, dass wir unseren Fehler einsehen und es für die Zukunft besser machen wollen. Hierzu sind eindeutige Verhaltensänderungen hilfreich, zu denen man sich entschließt. Solange wir diesen Schritt nicht schaffen, sind wir dazu verurteilt, bei der nächsten Gelegenheit diesen Fehler wieder zu begehen. Dies geht so lange, bis wir dazugelernt und unser Verhalten geändert haben.

 
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Erfahrungen aus dem Beichtstuhl

Immer wieder kommt es vor, dass Menschen im Beichtgespräch sagen, dass sie ihre Sünde bereits gebeichtet haben. Ihre Tat lässt sie jedoch nicht in Ruhe. Sie werden einfach das schlechte Gewissen nicht los. Sie fühlen sich noch immer schuldig.

Einige dieser Menschen haben es bereits mehrmals gebeichtet, aber das schlechte Gewissen lässt sie einfach nicht los. Immer wieder werden sie geplagt von Selbstvorwürfen.

Gott hat diesen Menschen durch die Beichte die Schuld genommen. Was zurückbleibt, das sind Erinnerungen. Das Geschehene gehört zum Leben des Menschen. Es ist das Erlebte. Es gehört zu den Erfahrungen dieses Menschen. Er braucht es nicht zu verdrängen oder zu vergessen. Es ist Teil seines Lebens.

Was diese Menschen plagt, das sind die Selbstvorwürfe und Skrupel. Sie können sich selbst diesen Fehler nicht verzeihen. Sie erheben noch immer den Anspruch an sich, fehlerlos zu sein, zumindest sollte ihnen dieser Fehler nicht passiert sein. Sie wollen das Geschehene ungeschehen machen. Das ist unmöglich. Daher müssen diese Menschen mit ihren Bemühungen scheitern.

Was hierbei wichtig ist, das ist die Unterscheidung zwischen Schuld und Erfahrung. Die Schuld ist durch Reue und Beichte genommen. Die Erfahrung bleibt ihr Leben lang.

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