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Rudi, der Schutzengel


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Rudi, der kleine Engel hatte nur Flausen im Kopf. Nie wusste man, was er als nächstes anstellen würde. Niemand war vor ihm sicher, selbst der liebe Gott nicht.
Bei seinen himmlischen Streichen kam nie jemand zu schaden und sie waren nie mit böser Absicht gegen irgend jemanden. Deshalb kam Rudi auch nicht in die Hölle. Dazu hatten ihn die ganzen Heerschaaren und auch Gott viel zu lieb. Ein jeder mochte Rudi, auch wenn er selbst mal Objekt eines Streiches war.
Rudi, der kleine Engel wollte einfach nicht erwachsen werden. Daher hatte er im Himmel die Orgelpfeifen zu putzen. Das tat Rudi nicht ungern. Er liebte Musik, ganz besonders Orgelmusik. Daher sah er es auch nicht als Strafe an, dass er nach über 3.000 Jahren noch immer himmlischer Orgelpfeifenputzer war.
Rudi kann sich noch an seine früheste Kindheit zurückerinnern, als Jesus in der Krippe zu Betlehem geboren wurde. Damals waren alle Engel auf der Erde. Der Himmel war damals wie leergefegt.
Seither war Rudi nicht wieder auf der Erde. Nur zu gern hätte er mal Schutzengel sein wollen. Für so einen tollpatschigen Menschen, der nicht fliegen kann, sondern auf seinen eigenen Füßen gehen muss, wollte er da sein. Er wollte aufpassen, dass dem ihm anvertraute Mensch nichts passiert, dass er als kleines Kind nicht fällt, dass er sich als Jugendlicher nicht in Gefahr begibt und dass er als Erwachsener anderen Menschen nicht Schaden zufügt. Nur zu gerne hätte Rudi die Seele des im hohen Alter verstorbenen Menschen wieder zu Gott zurückgeleitet.
Von solch einem Schutzengeleinsatz träumte Rudi täglich, wenn er wieder die Orgelpfeifen putzte. Schutzengel zu sein, ist sicherlich anstrengend, dachte sich Rudi, denn diese behäbigen und unwissenden Menschen sind sicherlich ständig in Gefahr. Selbst nachts, wenn sie schlafen, sind sie noch nicht mal sicher. Das eine Mal fährt ein Lkw in deren Schlafzimmer. Ein anderes Mal kommen Einbrecher in das Haus. Rudi würde sich keine Ruhe gönnen und ständig hellwach auf den ihm anvertrauten Menschen aufpassen. Doch wegen seiner ständigen Streiche blieb er himmlischer Orgelpfeifenputzer.
Einmal hatte Rudi dem Petrus während einer Messe seine Fischermütze geklaut und auf die große Orgelpfeife gelegt. Als beim Auszug alle Register der Orgel gezogen wurde und der Orgelspieler so richtig in die Tasten griff, hob die Mütze des Petrus durch den Luftdruck empor und fiel langsam fallend - schon fast wie in Zeitlupe - dem Petrus direkt vor die Füße. Er hätte in seinem Alter mal wieder die Mütze in der Bank liegen gelassen.
Dann kam Weihnachten. Ein jeder erhielt sein Geschenk, auch alle Engel. Rudi erhielt dieses Jahr nur einen Briefumschlag mit einer goldenen Schleife.
"Was da wohl drinnen sein mochte?", dachte sich Rudi. Eigentlich war er schon etwas enttäuscht, weil alle anderen so ein großes Geschenk erhielten und er nur diesen Umschlag. Wenn er jedoch so schön geschmückt war, konnte nichts Schlimmes drin sein.
Als er den Inhalt herauszog, konnte er es gar nicht glauben. Es war der Gutschein als Schutzengel für einen Menschen. Rudi starrte voller Staunen und Freude diesen Gutschein an, gerade so, als ob er sich vergewissern müsse, ob es keine Täuschung sei. Sein Atem stand still. Tausend Gedanken schossen ihm durch den Kopf. Erst die Träne, die ihm langsam über die Wange rann, holte ihn aus dieser Erstarrung heraus. Dabei weinen Engel nie.
Als Rudi die Träne wegwischte, sagte der liebe Gott zu ihm: "Es wurde nun wirklich höchste Zeit, dass Du auch mal für die Dauer eines Menschenlebens als Schutzengel auf die Erde darfst. Wenn es Dir recht ist, kannst Du schon morgen gehen."
Rudi traute seinen Ohren nicht. Morgen schon sollte er auf die Erde. Wenn das nicht Weihnachten ist!
"Gerne", sagte Rudi voller Begeisterung, fiel dem lieben Gott um den Hals und schwirrte davon, um seine Sachen zu packen. Der liebe Gott schüttelte lächelnd den Kopf und sagte leise vor sich hin: "Rudi, Rudi."
Am nächsten Tag war es soweit. Gott schickte einen Schutzengel nach dem anderen auf die Erde. Rudi stand diesmal mit in der Reihe. Es dauerte nicht lange, dann war auch Rudi dran. Schnell flog er zur Erde. Er wollte keine Gefahr verpassen. Er wollte auf jeden Fall seiner Aufgabe gerecht werden.
Als Rudi auf der Erde ankam, erlebte Rudi gerade die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Voller Staunen beobachtete er, was da so vor sich ging. Noch im Eileiter befindlich wuchs diese kleine Zelle. In ihr war der ganze Bauplan des neuen Menschen enthalten. Es würde ein Mädchen werden mit strohblondem Haar und strahlend blauen Augen.
Nach 20 Stunden des Wachsens teilte sich die Zelle. Es waren nun zwei Zellen, die aneinander hingen. In jeder dieser Zellen war der gesamte Bauplan für das Mädchen enthalten. Rudi kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Die beiden Zellen wuchsen weiter. Die Flimmerhäärchen im Eileiter erzeugten eine leichte Strömung, die die beiden Zellen in Richtung Gebärmutter trieben. 9 Tage lang dauerte diese Reise durch den Eileiter. In dieser Zeit wuchs das Mädchen zu einen für das menschliche Auge noch nicht sichtbare Zellhaufen heran.

 

 


3. Woche
Der Kopf beginnt sich zu bilden.
Die Grundlagen des Gehirns und des Rückenmarks werden gebildet


4. Woche
Ansätze von Herz, Blutkreißlauf und Verdaungstrakt beginnt zu wachsen.


5. Woche
Arme und Beine bilden sich. Das Herz beginnt zu pumpen.
Das Kind beginnt mit der Ausbildung des Gleichgewichtsorgans. Damit kann es sich in einen stabile Lage bringen, wenn die Mutter turnt.


6. Woche = 1 g
Gehirnströme sind messbar.


7. Woche
Das Gesicht mit Augen, Nase, Lippen, Zähne und Zunge ist zu erkennen.
Das Kind besitzt Hände und Finger.


8. Woche
Zehen, Finger und Hände sind gut ausgebildet.
Die Geschmacksknospen werden sichtbar.
Die Muskeln beginnen sich zu bewegen.
Das Kind reagiert auf Berührung.


9. Woche = 5 cm = 10 g


10. Woche = 6 cm = 15 g
Alle Grundstrukturen eines menschlichen Körpers sind vorhanden.
Mit dem Gleichgewichtsorgan beginnt das Kind mit dem eigenen Fitness-Programm. Zwischen 10. und 12. SSW beginnt es sich zu strecken, zu beugen, zu strampeln, mit den Armen zu rudern
Die Genitalien reagieren auf Streicheln.


11. Woche = 7 cm = 20 g
Die Handflächen reagieren auf Streicheln.


12. Woche = 8 cm = 40 g
Die Hypophyse produziert Substanzen wie beim Erwachsenen.
Die Fußsohlen reagieren auf Streicheln.


13. Woche = 9 cm = 60 g
Die Geschmacksknospen sind wie bei einem Erwachsenen voll entwickelt.
Das Gehör und der Geschmacksinn beginnen sich zu entwickeln.


14. Woche = 10 cm = 90 g
Das Kind zieht Grimassen, es grinst, lächelt, blinzelt, ...
Das Kind kann die Hände zusammenführen und beginnt, am Daumen zu lutschen.


15. Woche = 12 cm = 150 g


16. Woche = 14 cm = 200 g
Der Hypothalamus (Gehirnteil, der eng mit der Hypophyse verbunden ist) ist voll entwickelt.
Das Kind reagiert auf Streicheln von Bauch und Po.


17. Woche = 15 cm = 250 g


18. Woche = 16 cm = 300 g
Alle Körperteile reagieren auf leichte Berührungen.
Kinder beginnen zu hören.


19. Woche = 18 cm = 380 g


20. Woche = 19 cm = 450 g
Augenlider und Augenbraun sind voll entwickelt.
Der Herzschlag des Kindes kann man durch die Bauchdecke hören.


21. Woche = 20 cm = 500 g
Das Gehör des Kindes ist voll ausgebildet.


22. Woche = 21 cm = 600 g


23. Woche = 22 cm = 700 g


24. Woche = 23 cm = 800 g


25. Woche = 24 cm = 900 g


26. Woche = 25 cm = 1.000 g
Männliche Kinder können eine Erektion bekommen. Zumeist lutschen sie gleichzeitig am Daumen.


27. Woche = 26 cm = 1.180 g


28. Woche = 27 cm = 1.300 g
Das Kind reagiert beständig auf Geräusche.


29. Woche = 28 cm = 1.400 g

30. Woche = 29 cm = 1.600 g

31. Woche = 29 cm = 1.800 g
Bei akustischen und visuellen Reizen sowie auf Berührungen sind Veränderungen in den Gehirnströmen messbar.


32. Woche = 30 cm = 2.100 g

33. Woche = 31 cm = 2.200 g
Das Kind legt sich ein schützendes Fettpolster zu, das es nach der Geburt wärmt.
Das Kind wird bis zur Geburt von der Mutter mit Anitkörpern vollgepumt, damit es über Jahre hinweg die Krankheitserreger bekämpfen kann. Als Tochter schenkt sie diese Antikörper an die nächste Generation weiter.


34. Woche = 32 cm = 2.400 g

35. Woche = 33 cm = 2.600 g

36. Woche = 34 cm = 2.900 g

37. Woche = 35 cm = 3.000 g

38. Woche = 35 cm = 3.200 g

39. Woche = 36 cm = 3.300 g

40. Woche = 36 cm = 3.400 g
Das Kind gibt ein Hormon ab, das letztlich die Wehen einleitet.


41. Woche = 36 cm = 3.500 g

42. Woche = 36 cm = 3.500 g


Evolution des Weltalls
Als Evolution wird die Entwicklung des Lebens verstanden. Es ist die Entwicklung vom Einzeller zum Mehrzeller, die Trennung in Flora und Fauna, das gesamte Leben, was die Erde derzeit bevölkert.
Doch es gibt daneben auch die Evolution des Weltalls. Darunter meine ich, die Entwicklung vom Urknall über die Bildung der Galaxien, Sonnensystemen und Planeten bis hin zur heutigen Erde.



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