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König von Jerusalem


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In einem weit entfernten Land lebt ein König, der alle Menschen und Tiere liebt.

Er hat ein sehr großes Land und ist daher auch sehr reich.

Täglich feiert er mit allen Menschen seines Landes eine großes Fest.

Da gibt es die leckersten Speisen und die feinsten Getränke.

Mensch und Tier freuen sich am Ende jeden Tages auf das Fest am kommenden Tag.

Sie sind auch gespannt, wen der König für den nächsten Tag aus den Ländern der Erde zu sich einlädt.

Die neuen Gäste - ob alt oder jung - dürfen am ersten Tag am Tisch des Königs sitzen und mit ihm reden.

Der König lädt alle Menschen und Tiere der Erde zu diesem Fest ein.

Die einen Menschen bekommen diese Einladung schon als kleines Kind.

Andere Menschen bekommen diese Einladung erst im hohen Alter.

Niemand wird ausgelassen.

Wenn jemand die Einladung zu diesem Fest bekommt, folgt er ihr sofort.

Weil es bei dem lieben König so schön ist, will kein Mensch und kein Tier wieder in sein früheres Land zurück.

Sie wissen, alle anderen Menschen und Tiere, die sie hier zurückgelassen haben, kommen irgendwann nach.

Dann können alle zusammen an diesem großen Fest gemeinsam feiern.

Darauf freuen sich alle.

 

Das verstorbene Kind

Eine Frau freute sich sehr darüber, dass sie schwanger war. Kaum hatte sie vom Frauenarzt die Bestätigung, dass sie schwanger war, da malte sie sich schon die gemeinsame Zukunft mit ihrem Kind aus. "Wenn es ein Junge wird, dann ... Wenn es ein Mädchen wird, dann ...", so dachte sie immer wieder.
Als sie die ersten Kindsbewegungen spürte, richtete sie das Kinderzimmer ein. Schließlich sollte ihr Kind sich bei ihr wohl fühlen. Sie wollte ihrem Kind eine gute Mutter sein und es über alles lieben.
Als sie mal wieder zum Fraunearzt ging und sich untersuchen ließ, stellte dieser fest, dass das Kind tot ist.
Für die Mutter brach eine Welt zusammen. Sie hatte sich seit Monaten ao sehr auf ihr Kind gefreut. Nun sollte es tot sein? Ihre ganze Freude war dahin. So groß zuvor ihre Freude war, so groß war nun ihre Trauer.
Die Frau gebar ihr totes Kind und bestattete es auf dem Friedhof. Damit hatte ihr Kind und auch ihre Trauer einen Platz. Dort konnte sie ihrem Kind nahe sein, wann immer sie wollte.
Der Vater wollte ein weiteres Kind. Er wollte nicht nur um das verstorbene trauern. Als er mit seiner Frau ins Bett gehen wollte, sagte diese, dass sie noch ein letztes Mal auf den Friedhof gehen wolle und sich vom verstorbenen Kind verabschieden.


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